Inzwischen sind schon viele Partien Tee aus Japan in Deutschland eingetroffen. Ich möchte nicht versäumen, Sie über den aktuellen Stand der Dinge zum Thema Tee zu informieren.
Auf der Grundlage der folgenden Verordnung werden alle Einfuhren aus Japan behandelt, egal ob oder andere Lebensmittel:
“Durchfühurngsverordnung (EU) Nr. 351/2011 vom 11.4.2011 zur Änderung der VO (EU) Nr. 297/2011 zum Erlass von Sondervorschriften für die Einguhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Urpsrung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im KKW Fukushima”
Ich habe diese Bezeichnung bewußt ausgeschrieben, da hier ersichtlich ist, das diese Verordnung nach dem Unfall im KKW Fukushima erstellt wurde. Für uns ist der Bereich Tee interessant.
Ich muss ein wenig ausholen, damit der Artikel über Tee auch verständlich ist. In der Verordnung ist geregelt, wie hoch ein Produkt aus Japan radioaktiv belastet sein darf. Hier die Aufstellung der relevanten Elemente, wo eine zulässige Belastung der Teesorten definiert ist.
Jod 131 Höchstgrenze 2000 Bq (Becquerel= Einheit der Aktivität eines radioaktiven Stoffes)–>aktuell Ernte 2011, also nach dem Unfall bisher kleiner als 50 Bq, was unter normalen Laborbedingungen als nicht nachweisbar gilt.
Cäsium 134 Höchstgrenze 500 Bq
–>aktuell Ernte 2011, bisher kleiner als 50 Bq, was unter normalen Laborbedingungen als nicht nachweisbar gilt.
Cäsium 137 Höchstgrenze 500 Bq
–>aktuell Ernte 2011, bisher kleiner als 50 Bq, was unter normalen Laborbedingungen als nicht nachweisbar gilt.
Kobald 60 Höchstgrenze 500 Bq
–>aktuell Ernte 2011, bisher kleiner als 50 Bq, was unter normalen Laborbedingungen als nicht nachweisbar gilt.
Jod darf eine höhere Belastung haben, da die Verfallszeit (Halbwertszeit) sehr hoch ist.
Wir können also sehen – zumindestens was unsere Tee Lieferanten angeht – das es bisher keine erhöhten radioaktiven Werte im Bereich Tee gibt. Die Kontrollen funktionieren und wir haben damit weiterhin eines der sichersten Lebensmitteln der Welt in unserem Sortiment.
Nun gibt es vielleicht Skeptiker, die sagen, wie waren denn die Vorjahresergebnisse. Auch hier habe unsere Lieferanten sehr gute Arbeit geleistet. Eine gemessene Probe aus der Ernte 2010 hatte die gleichen Ergebnisse wie aus 2011.
Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, das Sie weiterhin beruhigt grünen Tee genießen können. Und ich bitte Sie darum, diesen Artikel nicht zu vergessen. Denn es wird Zeitungen geben, die eine erhöhte Radioaktivität im Tee finden werden, um eine entsprechende Schlagzeile zu bekommen. Diese Tees stammen definitiv nicht aus unserem Sortiment. Dafür sorgen wir.
Mathias Hotowetz